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Historie

Früher im Lachtal


1900: Gemeinde Oberwölz wird geteilt in Stadt Oberwölz und Oberwölz-Umgebung

1927: Ortsgemeinde Schönberg bei Niederwölz wird von Oberwölz-Umgebung getrennt

1929: Bau der Klosterneuburger Hütte beginnt

1934: Rennläuferkurse des ÖSV finden auf der Klosterneuburger Hütte statt

1935: "Alpine Skischule Gebrüder Haas" wird bereits auf der KNH geführt

1937: Skiclub Tanzstatt wird gegründet

1938: Das Lachtalhaus wird wird gebaut

1943: "Generaloberst Dietl-Schanze" wird am Lachtal errichtet

1945: Nach Kriegsende erlischt die Vereinsarbeit des SC Tanzstatt

1951: Gründung des Skiclub Schönberg-Lachtal und Errichtung des ersten Skiliftes

1953: Skiclub Schönberg-Lachtal errichtet auf der Rossalm ein Gipfelkreuz

1960: Skiliftgesellschaft wird gegründet

1961: Hebertlift wird gebaut

1962: Moarlift mit Dieselantrieb in der Zinkenalm wird errichtet

1967: Die Kleinlachtalhütte wird erbaut

1968: Großschanze Lachtal richtet internationale Skispringen aus

1969: Mit 71,0m und 72,5m siegt Ernst Kröll am Ostermontag vor 1500 Zuschauern

1971: Das Futtertrögl eröffnet

1973: Bau des Zinkenlift

1974: Das Kaufhaus Kreuzer eröffnet

1976: Im Dezember wird das Lachtalhaus ein Raub der Flammen

1977: Das "neue" Lachtalhaus wird erbaut

1981: Am 18. April wird der SC-Tanzstatt Lachtal gegründet

1987: Der erste Fackellauf mit Feuerwerk findet statt

1988: Die "Jethütte" wird errichtet

1992: Das Cafe "Hannes" eröffnet

1996: Moaralmbahn (6er) wird in Betrieb genommen



"Die Zeit" über das Lachtal (1971)


DIE ZEIT, 03.12.1971 Nr. 49 - 03. Dezember 1971
http://www.zeit.de/1971/49/Flucht-vor-dem-Pistenrummel
F Ü R S P A Z I E R G Ä N G E R U N D WI N T E R S P O R T L E R : D A S L A C H T A L
Flucht vor dem Pistenrummel
ROBERT P. HERTWII
Das Lachtal in der Obersteiermark ist eine Landschaft abseits der üblichen
Touristenbetriebsamkeit. Schnelle Pisten um 2000 Meter Höhe und einsame
Wanderwege durch endlosen Nadelwald machen den Aufenthalt im Gebiet der
Wölzer Tauern zu einem Vergnügen für Skifahrer und Spaziergänger.
Am Eingang des Lachtals liegt Oberzeiring, ein verträumtes Bergdorf (930 m) mit
bewegter Vergangenheit. Das Silberbergwerk der Tausend- Seelen-Gemeinde
besaß im Mittelalter große Bedeutung, die österreichischen Schulfibeln zehren
noch immer davon. Das Wien der Habsburger wuchs nicht zuletzt aus den
Schätzen dieser Silbergrube.
Nach 1280 war Oberzeiring auch Münzprägestätte („Zeyringer Pfennig"), bis im
Jahre 1361 die Katastrophe über Grube und Gemeinwesen hereinbrach. 1400
Bergknappen fielen damals — so berichtet die Legende — einem sturzflutartigen
Wassereinbruch zum Opfer. Der wohlhabende Ort wurde Notstandsgebiet. Man
vertrieb Frauen und Kinder und brannte Oberzeiring kurzerhand nieder.
Das Wasser trotzte bisher allen Versuchen, die noch ungehobenen Silbervorräte
freizulegen. Immerhin kann der Besuch des inzwischen eingerichteten „Schaubergwerks"
zumindest gesundheitlichen Nutzen bringen. Dem Stollenklina wird nämlich in
Fällen chronischer Bronchitis, allergischen Lungenasthmas und allergischer
Nebenhöhlenerkrankungen ein unbestreitbarer Heilwert zugestanden.
„Über Tage" ist Oberzeiring ein ideales Erholungsgebiet, vor allem für gemächliche
Urlauber, ein Luftkurort, dessen Sauerstoffreservoir aus den unerschöpflichen
Lungen der nadelwaldbedeckten Berghänge rund um den Ort gespeist wird. Ein
Gelände für Spaziergänger md. gelassene Wintersportler, die mit zwei kleineren
Übungshängen, einer liftbestückten mittelschveren Abfahrt, einer Rodelbahn und
der obligatorischen Skischule auskommen können.
Eisenharte Pistenprofis sind dagegen im Zentrum des Lachtals besser aufgehoben.
Man fährt mit dem Auto oder dem Oberzeiringer Gemeindebus rund dreißig
Minuten, wenn man dort nicht gleich Quartier beziehen will.
Das Lachtal-Skigelände kann auch anspruchsvollen Wünschen gerecht
werden. Alpine Gipfeltouren sind hier ebenso möglich wie Abfahrten ziemlich
aller Schwierigkeitsgrade. Supermänner treffen sich an der Sprungschanze,
Menschenscheue entgehen dem Pistenrummel auf zwölf Kilometern
Langlaufstrecke.
Obwohl das Lachtal sicher zu den abwechslungsreichen Skigebieten Österreichs
gehört, ist es bislang vorwiegend ein Tip für Wintersportler aus Wien geblieben.
Es ist schneesicher bis ins Frühjahr hinein und absolut lawinenfrei. Mit
Großschleppliften erreicht man Höhen bis zu 2000 Meter. Spezialpistenraupen
stoßen sogar bis 2300 Meter vor und ermöglichen so Abfahrten von bis zu fünf
Kilometern Länge.
Im Lachtal findet man Unterkünfte nach jedem Geschmack. Das Angebot reicht
vom Balkonzimmer mit Bad/Toilette bis hin zum zünftigen Matratzenlager. In
Oberzeiring kann man zwischen einfachen Gasthöfen, Frühstückspensionen und
Privatzimmern wählen.
Sieben-Tage-Arrangements für das Lachtal kosten zwischen 125 und 225 Mark.
Neben Übernachtung und Vollpension ist dabei auch jewsils die Liftbenutzung
eingeschlossen.
Übernachtung/Vollpension in Oberzeiring gibt es für zwölf bis 13 Mark pro
Tag und Person, Unterkunft/Frühstück ab 4,50 Mark. Auskürfte erteilen die
Fremdenverkehrsvereine A-8762 Oberzeiring und A-8831 Niederwölz (für das
Lachtal). Robert P. Hertwii
ZEIT ONLINE 1971